Von den ersten Siedlungsspuren im 5-3. Jahrhundert v. Chr. bis zur
junggebliebenen Gemeinde der Gegenwart. Die wichtigsten Daten der vergangenen Jahrhunderten.
Im Bereich eines alten Quellgebietes bei der Flur "Wiesenbrunnen" wurden Siedlungsspuren
verschiedener Zeitstellungen gefunden:
Jungsteinzeit ca. 5.-3. Jahrhundert v. Chr.
Bronzezeit Urnenfelderkultur ca. 12.-9. Jahrhundert v. Chr.
Keltenzeit 4.-1. Jahrhundert v. Chr.
Römische Zeit 1.-3. Jahrhundert n. Chr.
Mittelalter 9. Jahrhundert n. Chr.
Eine alamannisch-fränkische Siedlung auf "Altheim" (6. 7. Jh.), ein alamannisches Männergrab
mit Schwert und Bronzegefäß an der Brücke über den Mühlbach beim Gasthaus zur "Linde" sowie
eine frühmittelalterliche befestigte Hofanlage "Auf der Stadt" (ca. 9. Jh.) zeugen von diesen
frühen Besiedlungen.
1222
Als Graf Berthold von Sulz das Begräbnis seiner Gemahlin im Kloster Salem anordnete,
war unter den Zeugen Burchardus de Bercvelt, Leitpriester und Notar des Grafen, mit
anwesend (1. urkundliche Erwähnung).
1317
Die Gebrüder Conrad und Ludwig von Teck verkaufen dem Grafen Eberhard von Württemberg für
4000 lb. Heller ihre Besitzungen in der Oberen Gegend, die Burgen Aistaig und Beuren,
Rosenfeld, den Mühlbach mit Bergfelden mit allen Lehen und Kirchensätzen.
1420
Der Bergfelder Kirchensatz und Zehnten, ursprünglich im Gräfl. Sulzer Besitz erscheint nun
im Besitz der Geroldsecker.
1463
Vöhringen trennt sich von der Mutterpfarrei der Remigiuskirche zu Bergfelden.
1513-17
An der Stelle der romanischen Vorgängerkirche, wird der Neubau der spätgotischen Kirche
begonnen und nach vierjähriger Bauzeit abgeschlossen.
1534/35
In Bergfelden wird die Reformation eingeführt.
1550
Die 1380 gestiftete Frauenklause des Dominikaner-Ordens innerhalb des befestigten Friedhofes,
welche sich vor allem der Krankenpflege angenommen hatte, wird aufgehoben.
1618-48
Während des Dreißigjährigen Krieges flüchteten die meisten Einwohner Bergfeldens samt deren
Pfarrer in die Stadt Sulz.
1806
Das durch Brand völlig zerstörte Schulhaus wird neu erbaut.
1808
Das Oberamt Rosenfeld wird aufgelöst und Bergfelden wird dem Oberamt Sulz zugeordnet.
1817
Infolge der allgemeinen Not durch Mißernten wandern Bergfelder Bürger nach Rußland aus.
Auf ihr Bitten bei Vogt und Richter erhalten sie einen Zuschuß zu ihren Reisekosten.
1839/40
Bei Bergfelden wird mit einem 150 m tiefen Bohrloch eine 11,5 m starke Salzschicht erbohrt
und die Sohle mit einem vom Mühlbach angetriebenen Pumpwerk über eine 4100 m lange
Teichelleitung bis zur Saline Sulz gefördert.
1860/61
Mit einem zweiten Bohrloch wird in 163 m Tiefe ein fast 15 m dickes Salzlager erbohrt.
Bis 1943 wird hochlötige Sole von 240 g/l nach Sulz gefördert.
1851
Bau des Pfarrhauses.
1833-83
249 Einwohner von Bergfelden wandern nach Nordamerika aus.
1909/10
In Bergfelden wird die örtliche Wasserleitung gebaut. 3 Quellen versorgen den Ort mit Trinkwasser.
1913/14
Versorgung der Gebäude mit Elektrizität.
1920/21
Bau des Rathauses.
1934
Einrichtung der Milchsammelstelle und 1938 der Gemeindewaschküche (Wäsche).
1939
Erster Auftrieb aufder Jungviehweide.
1940/41
Renovierung der Kirche.
1949
Einweihung des Sportplatzes.
1951/52
Bau des neuen Schulhauses.
1957-61
Bachkorrektur und 1. Flurbereinigung. Der Mühlbach verschwindet aud dem Ortsbild.
1961
Bergfelden hat etwa 1000 Einwohner.
1968
Die Gemeindewaschküche wird geschlossen. Bergfelden schließt sich dem Zweckverband "Wasserversorgungsgruppe Mühlbachtal" an.
1970-73
Der Ortskern erhält erneut ein anderes Gesicht. Die Durchgangsstraße werden verbreitert.
13 Häuser fallen der Spitzhacke zum Opfer.