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Sie befinden sich hier Wo bin ich?   Seitenende Di, 07.02.2012   


Der Opferstock
Der Opferstock - Alemanische Opferstätte oder Ort der Buse für Mönche und Nonnen? Helmut Schneckenburger ist dieser Frage für uns nachgegangen.

Der Opferstock steht im Bergfelder Wald, Distrikt Nonnenbühl. Über diesen schönen gehauenen Kalkstein zu einem Opferstock mit einer Größe 1,75 x 1,04 x 0,44 m ist in der Bergfelder Geschichte nirgends etwas erwähnt oder niedergeschrieben.

Durch Überlieferung gibt es zwei Versionen:

Version 1: (Unterlegung durch Fachleute)
Opferstock Der Opfestock entstand im 3. - 4. Jahrhundert n.Chr., also vor der Christaliesierung in unserem Gebiet. In dieser Zeit kamen die Alemanen und verdrängten die Römer. Die Alemanen jagten in den Wäldern Bären, Hirsche, Elche und Kleintiere. Daß die Menschen in dieser Zeit ihr Seelenheil erlangten, opferten sie das Blut der Tiere in deisem Opferstock.

Version 2:
Auf der Hochebene Gewann Nonnenbühl, wie auch auf der Dicke (auch Dickefelder genannt), hat es Wiesen gegeben. Diese Flächen wurden beweidet vom Kloster Kirchberg (Nonnenkloster), sowie vom Kloster Bernstein (Mönche/Waldbrüder) 1237.

Auch der Name Nonnenbühl kann von dieser Bewirtschaftung abstammen.

Opferstock Der Überlieferung nach sollen die Nonnen, wie auch die Mönche sehr gerne die Tiere auf dieser Hochfläche, umgeben von Wald, geweidet haben. Die besagten Hirten hatten in ihrem Leben nur bei dieser Arbeit Gelegenheit mit dem anderen Geschlecht zusammen zu kommen. Dabei muß es auch zu menschlichen engen Beziehungen gekommen sein.

Um das Gewissen zu beruhigen, fertigten sie diesen Opferstock und brachten ihre Gaben oder Schärflein dar.

Die zweite Vision ist nicht ganz nachvollziehbar, denn in der Geschichte des Nonnenklosters Kirchberg kommt zum Ausdruck, daß die Nonnen die Klostermauern nicht verlassen durften, dies war nur ihren Bediensteten erlaubt.


Autor: Helmut Schneckenburger

 
 
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